Barbara Sturm frischt auf

erschienen in: ICON (Das Stil Magazin in Welt am Sonntag), Mai 2010

Glücklicherweise gibt es eine sanfte und hochwirksame Methode, unser Gesicht zu verjüngen, ohne dass ein Chirurg Hand anlegen muss. Damit ist nicht die klassische Faltenauffüllung gemeint, sondern eine Technik, bei der Hyaluronsäure großflächig in die Haut eingebracht wird. Liquid Lift, Volumenlift und Pix?L-Nadel lauten die Schlüsselwörter dieser Methode, mit der Stars, die einfach nur verdammt natürlich und gut aussehen, nachhelfen. Mittlerweile entscheiden sich viele für die Unterspritzung, haben aber gleichzeitig Angst davor, am Ende so auszusehen wie manch abschreckendes Beispiel in der Klatschpresse. ?Es muss ganz natürlich aussehen?, höre ich vielfach jeden Tag von Männern und besonders Frauen. ?Meine Mimik muss ich behalten.? ?Mein Mann darf  nichts merken?, ?Wird es blau? Ich habe übermorgen eine Einladung?.

Mit den Jahren verliert das Gesicht an Feuchtigkeit und Fettgewebe beziehungsweise das Fettgewebe verlagert sich. Es sinkt nach unten ab, hinterlässt eingefallene Augenringe, und in der Folge bilden sich die berühmten Nasolabialfalten, Hamsterbäckchen und hängende Mundwinkel. Beim Unterspritzen wird dem Gesicht das Volumen an Stellen zurückgeschenkt, die ehemals gefüllt waren und uns jung und frisch aussehen ließen. Deshalb behandelt die weiterentwickelte Unterspritzungstechnik ganz bewusst auch die Schläfen, Augenbrauen, die Ohrenpartie, das Kinn und die Unterkieferkante, eine harmonische Rundumverjüngung. Jede Falte einzeln zu behandeln, diese Methode ist veraltet. Warum auch sollte man gezielt die Nasolabialfalte mit Hyaluronsäure füllen, wenn dort vorher auch nie Volumen war? Die Prozedur passt in eine verlängerte Mittagspause, die Kollegen werden nichts sehen, sich nur wundern, warum Sie so erfrischt wirken?Damit bei der großflächigen Injektion der Hyaluronsäure das Gewebe nicht verletzt wird, arbeite ich mit einer stumpfen Nadel, der Pix?L-Nadel, die durch das Gewebe gleitet, weil sie die Fasern trennt, statt sie zu durchstoßen. Hämatome und Schmerzen sind seither die Ausnahme. Und das Lachen bleibt auch.

 

©2009-2011, Dr. med. Barbara Sturm
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